Lebensmittelausgabe St. Theodor in Vingst (Foto Schwaiger)
Caritas kritisiert Tafeln
Mülheim / Köln - Die Kölner Caritas hat eine Studie über Lebensmittelausgaben, die so genannten Tafeln, vorgestellt. Der katholische Verband kritisiert, das Angebot leiste nur kurzfristig Hilfe. Es gebe keine Unterstützung, die Lage der Bedürftigen grundsätzlich zu ändern. Auch werde zu wenig nach den Ursachen von Armut gesucht.

Die Caritas sieht die Politik in der Pflicht. Es dürfe nicht sein, dass die Armenfürsorge den Wohlfahrtsverbänden überlassen werde. In Köln gibt es rund 30 Tafeln - die meisten haben einen kirchlichen Träger. (WDR, 13.10.11)

Kommentar: Die Kritik kommt spät, aber zu Recht. So bitter, wie das ist, denn man möchte ja helfen. Aber wer Arbeits- losigkeit und Armut nachhaltig beseitigen will, kommt mit Suppenküchen und Lebensmittel-Tafeln in eine Sackgasse und hilft im Gegenteil, die bestehenden Ungleichheiten zu festigen. (rb/MF)
Lebensmittelausgabe St. Theodor in Vingst (Foto Schwaiger)
Initiative will „Kanal-Tüv” stoppen
Dellbrück - Grundstückseigentümer wollen sich gegen die Verpflichtung wehren, ihre Abwasserkanäle auf Dichtheit prüfen zu lassen, wie es Paragraf 61 des Landeswassergesetzes vorschreibt. Die Hauseigentümer sehen dadurch Kosten in Höhe von einigen hundert Euro auf sich zukommen. Doch dabei bleibt es in vielen Fällen nicht, wie Sven Kausemann, Gründer der Bürgerinitiative, erklärt:

"Bei einer Sanierung können es schnell etliche tausend Euro werden." Zudem sei die Gefahr groß, dass bei der Dichtheitsprüfung mit Wasserdruck von 160 bar die Rohre beschädigt werden. "Untersuchungen haben gezeigt, dass alte Tonrohre selbst bei 50 bar nicht standhalten." Kausemann berichtet über einen Fall in seiner Nachbarschaft, wo ein Schaden in Höhe von 18 000 Euro entstanden sei. (KR)

Kommentar: Die Untersuchungen sollten die Rohre nicht beschädigen und den Zustand hervorrufen, den sie eigentlich vermeiden sollen. Das ist richtig. Aber eine schonende Untersuchung ist genau so richtig, wie das Auto zum TÜV zu fahren. Sonst könnten wir ja die Hausabwässer wieder auf die Wiese leiten, wenn von ihnen keine Gefahr ausgeht. (rb/MF)
Lebensmittelausgabe St. Theodor in Vingst (Foto Schwaiger)
Mülheim(at)?!
Mülheim / Deutz - Junge Leute erleben täglich in der Schule oder beim Sport, worauf es ankommt, wenn Menschen mit türkischen, deutschen oder polnischen Wurzeln miteinander klar kommen müssen. Was fördert das interkulturelle Zusammen- leben aus Sicht junger Menschen und was bremst es aus?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, hat das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte den Blickwinkel Jugendlicher in den Mittelpunkt gestellt. Und zwar buchstäblich: Ausgestattet mit einer Video-Kamera konnten Schülerinnen und Schüler des Rhein-Gymnasiums in Mülheim zeigen, wie sie über Integration denken.

Video-Projekt "Mülheim(at)?!" - Interkulturelle Lebenswelten junger Menschen in Köln. Freitag, den 14. Oktober 2011, 17 Uhr im Foyer des Horion-Hauses des LVR, Hermann-Pünder-Straße 1, 50679 Köln-Deutz. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 0228 98 34-207; gabriele.dafft@lvr.de.

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Redaktion Mülheimer Freiheit
NRW
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