Kardinal Meisner (Foto Radio Köln)
Meisner entzieht Lehrerlaubnis
Mülheim / Köln - Der Kölner Erzbischof Joachim Meisner hat dem schwulen Theologen und kirchenkritischen Buchautor David Berger die Erlaubnis zum Religionsunterricht entzogen. Der Kardinal begründete dies am Donnerstag mit Bergers öffentlichen Äußerungen und Publikationen, die sein Vertrauen zu ihm zerstört hätten.

Bergers Schulleiter, Hermann Hammes-Therre vom städtischen Ville-Gymnasium in Erftstadt, bezeichnete die Abberufung in der Frankfurter Rundschau vom Freitag als ein Unding mitten im Schuljahr. Berger hatte in seinem Buch "Der heilige Schein" schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche erhoben. Der Einfluss der Ultrakonservativen auf die ganze Kirche wachse. (BILD)

Kommentar: Das Reizwort ist nicht "schwul", wie die BILD-Überschrift glauben macht. "Kirchenkritisch" dürfte eher das Problem sein. Die Institution Kirche ist insgeheim davon überzeugt, dass man Glaubensfragen nicht in Frage stellen kann. Wie Frau Merkel es auch für die Politik so schön formuliert hat: "Unsere Politik ist alternativlos." (rb/MF)
Kardinal Meisner (Foto Radio Köln)
Keine Sportwetten bei Hartz IV
Mülheim / Köln - Das Landgericht Köln hat sein umstrittenes Sportwetten-Verbot für Hartz-IV-Empfänger bekräftigt. Es wies einen Widerspruch der Westdeutschen Lotterie gegen das Verkaufsverbot ab. Westlotto kündigte Berufung vor dem OlG Köln an. Die Entscheidung bedeute aber nicht, dass jede Lotto-Annahmestelle ihre Kunden überprüfen muss.

Nur wenn die Mitarbeiter der Annahmestellen ganz konkrete Hinweise darauf haben, dass sich ein Kunde seine Wette eigentlich nicht leisten kann, müssen sie einschreiten. Westlotto-Sprecher Axel Weber bezeichnete die Entscheidung als "realitätsfern." (BILD)

Kommentar: Offenbar glaubt der Richter, dass der Staat Vormund für Hartz-IV-Empfänger ist. Derselbe Staat, der außerstande ist, 150 illegale Wettbüros in Köln zu schließen, wie der EXPRESS berichtete. Vom illegalen Glücksspiel in Teestuben und Spielhallen ganz abgesehen. Aber das wenig kluge Urteil wird sowieso vom OlG in der nächsten Instanz kassiert. Wollen wir wetten? (rb/MF)
Kardinal Meisner (Foto Radio Köln)

Letzter überlebender Soldat

EU - Der letzte überlebende Soldat des 1. Weltkriegs ist tot. Der Brite Claude Choules starb im Alter von 110 Jahren in Australien. Er war einer der mehr als 70 Millionen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg im Einsatz waren. Choules hatte seinerzeit bei seinem Alter gelogen, um 1916 bereits mit 14 Jahren in die Royal Navy eintreten zu können.

Im Jahr 1926 wanderte er nach Australien aus und diente als Offizier in der australischen Marine, bevor er in die Fischerei ging. Nach den Worten seines Sohnes hasste der Veteran den Krieg und boykottierte die alljährlichen Gedenkfeiern zum Weltkriegsende oder andere Veteranentreffen. (T-Online)

Kommentar: Wer einmal in Verdun durch die Bunkeranlagen des ersten Weltkriegs kroch und versuchte, sich das Grauen dieser Zeit vorzustellen, empfindet die Meldung vielleicht als späten Trost. Über 700tsd junge Männer starben in der Schlacht von Verdun auf beiden Seiten. Nun ist der letzte Grabstein gesetzt, die Generation der vergeudeten Jugend im Tod vereint. Nie wieder? Es sieht nicht danach aus. (rb/MF)

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Redaktion Mülheimer Freiheit
NRW
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