Viele Lastwagen zählte Chempark-Betreiber Currenta 2010 auf dem Autohof. Ein Indiator für gute Geschäfte. (Bild: Ralf Krieger)
Uns geht es wieder gut
Mülheim / Leverkusen - So leicht lassen sich manchmal Konjunkturdaten ermitteln: Currenta zählt die Lastwagen. 2010 wurden auf dem Autohof des Chempark so viele Lkw wie 2008 abgefertigt. Das heißt: Boom. "Uns geht es wieder gut", bilanzierte daher Ernst Grigat, Leiter des Chempark am Donnerstagabend.

Von der großen Konjunkturkrise also keine Spur mehr? Doch: Nur 210 Millionen Euro wurden im vorigen Jahr für neue Anlagen ausgegeben - 50 Millionen weniger als 2009. In die Instandhaltung flossen 230 Millionen Euro, was einem Rückgang von 16 Millionen entspricht. Es sei allerdings normal, dass nach einer Krise einige Zeit vergeht, bis wieder neue Anlagen gebaut werden, erklärte Grigat.

Ursache dafür waren u.a. die Ansiedlung von nkt cables. Das Kabelwerk bringt rund 500 Leute mit. Am Beispiel von nkt machte Grigat das Konzept für den Chempark klar: Natürlich habe die aus Mülheim umgesiedelte Firma nichts mit Chemie zu tun. "Aber das ist schwere Industrie. Und die sind Weltspitze in dem, was sie tun. Deshalb passen sie zu uns." (KStA)

Viele Lastwagen zählte Chempark-Betreiber Currenta 2010 auf dem Autohof. Ein Indiator für gute Geschäfte. (Bild: Ralf Krieger)

Dom-Münzen im Umlauf
Mülheim / Köln - Die neuen Zwei-Euro-Münzen mit dem Kölner Dom sind seit Freitag im Umlauf. Das Geldstück ist bei Banken, Sparkassen und Filialen der Bundesbank erhältlich. Die Auflage der Gedenkmünze liegt bei 30 Millionen Exemplaren. Kanzlerin Merkel überreichte einer Kölner Delegation mit OB Roters und Domprobst Feldhoff erste Münzen. (Radio Köln 29.01.11)

Kommentar: Durch den Stadt-Archiv-Einsturz gewarnt, sorgen die Kölner vor. Sie bringen rechtzeitig europaweit eine große Zahl Sicherungskopien vom Dom auf Euromünzen in Umlauf. Überlebt der Dom den Weiterbau der U-Bahn nicht, wird es wie gewohnt der Tourismus richten.

Heerscharen Neugieriger werden nach Köln pilgern, um das Trümmerfeld zu besichtigen. Dort werfen sie ihre Dom-Euros in den Schutt, das bringt bekanntlich Glück. Die Kölner aber warten, bis alle 30 Millionen Münzen wieder beisammen sind und bauen einen neuen Dom. (rb/MF)
Barmer Viertel vor dem Abbruch
Barmer Viertel vor Verkauf
Mülheim / Deutz - Das Areal für die so genannte MesseCity in Köln-Deutz, besser bekannt als das ehemalige Barmer Viertel, steht vor dem Verkauf. Der Rat der Stadt soll Anfang Februar entscheiden, ob sie dem Vorschlag der Verwaltung folgt und dem Baukonzern Strabag den Zuschlag gibt.

Der Konzern hat in seiner Bewerbung einen Bauplatz für ein Musical vorgesehen und hat die geforderten 61 Millionen Euro geboten. Die Stadt selbst hatte mehr als 100 Millionen Euro für das Gelände ausgegeben und wird bei dem Geschäft einen Verlust von fast 40 Millionen Euro machen. (WDR, 14.01.11)

Kommentar: Vermutlich bearbeiten zur Zeit ein paar Spezialisten ein Gutachten, das beweist, dass das Geschäft langfristig ein Gewinn für den Steuerzahler sein wird. Die Ausgaben für ein wenig Überzeugungsarbeit sind dringend nötig. Ist die Stadt doch so arm, dass sie z.B. die Rückseite der Gehaltsabrechnungen ihrer Angestellten als Werbefläche verkauft. (rb/MF)

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Redaktion Mülheimer Freiheit
NRW
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