15.06.2017
Völkermord an den Aramäern - Gedenktag

Wipperfürth - 38 Tonnen schwer ist das Mahnmal des Künstlers Mirza Atug am Wupperufer. Mit dem aus Lavasteinen modellierten Kunstwerk will er an den Beginn des Völkermordes an seinem Volk, den Aramäern, vor 100 Jahren erinnern.

Benyamin Tutuk vom Bundesverband der Aramäer: „Leider können wir in unserer Heimat, der Türkei, nicht in ähnlicher Weise gedenken.“ Bislang habe sich jede türkische Regierung geweigert, die Verantwortung für den Genozid an den Aramäern im 1. Weltkrieg anzuerkennen. (KR)

Kommentar: Diese Völkermorde waren im Wesentlichen religiöse Massaker. Die Türkei hat sich über die Jahre konsequent ihres christlichen Bevölkerungsanteils entledigt. Der Anteil der Christen schrumpfte von 25% im frühen 20. Jahrhundert auf heute 0,2%. (rb/MF)