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Stopp den Müll – Mülheim soll schöner werden

Prospekte, Pappbecher, Plastiktüten – achtlos weggeworfener Müll verschandelt mehr und mehr das Stadtbild Köln-Mülheims. Selbst tote Ratten sieht man auf den Straßen. Auch Hundekot und Taubendreck nehmen zu. Ergebnis: Mülheim verliert an Attraktivität, die Wohn- und Lebensqualität schwindet.

 

Es gibt viele Ursachen für die „Vermüllung“ und die „Verwahrlosung“ des öffentlichen Raums. In Mülheim leben viele Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Junkies - Menschen, die keine persönliche Perspektive sehen, ist auch die Umgebung, das „Veedel“ gleichgültig. Ein soziales Problem.

 

Gleichgültigkeit gegenüber dem öffentlichen Raum zeigen auch Jugendliche. Aufgewachsen in einer Fast-Food-Kultur finden sie es „cool“, die Imbissreste auf die Straße statt in den Mülleimer zu werfen. Mit Reaktionen müssen sie nicht rechnen. Wo aber soziale Kontrolle fehlt, wird asoziales Verhalten begünstigt.

 

Ein weiteres Problem: Durch große Unterschiede in Herkunft und Bildung ist das Umweltbewusstsein unterschiedlich stark entwickelt, oft ist es nicht mal in Ansätzen vorhanden. Das Wissen um Müllvermeidung und Müllentsorgung muss daher stärker gefördert werden.

 

Wir leben seit Jahren in Mülheim. Und wollen das auch künftig. Deshalb haben wir beschlossen, etwas gegen die „Vermüllung“ unserer Straßen, Plätze und Parks zu tun. Unser Ziel ist es, dass unser Stadtteil wieder schöner wird. Wir sehen dabei vor allem Stadtverwaltung und Kommunalpolitik in der Pflicht.

 

Gefragt ist freilich auch Bürgerengagement: Wir wollen das „Veedel“-Bewusstsein stärken und das Nachbarschaftsdenken fördern: Nur wer sich mit seinem Stadtteil identifiziert, geht achtsam mit seiner Umwelt um. Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung in Sachen Müll halten wir für elementar. Wir haben viele Ideen und Anregungen. Wir gehören keiner Partei und keinem Verband an. Wir verstehen uns als Ansprechpartner und Mitmachbörse für alle, die sich über den Müll in Mülheim ärgern. Wir sehen uns als Interessenvertretung gegenüber Behörden und wollen bei unseren Aktivitäten mit bestehenden Projekten und Initiativen zusammenarbeiten. Wir sehen das Müllproblem auch als soziale Herausforderung – und wollen im Sinne von Integrationsarbeit alle Generationen, soziale Schichten und Nationalitäten einbeziehen.

 

 

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