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Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung

15. Mai 2008
Lastwagenfahrer übersah Stauende auf A57 - Bei einem Auffahrunfall auf der A57 Fahrtrichtung Neuss sind heute morgen (14.05.08) fünf Personen (31 bis 56) leicht verletzt und ihre Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt worden .. Die Polizei Köln empfiehlt: Achten Sie auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu voran fahrenden Fahrzeugen! (Polizei Köln, ms)

Kommentar: Am Unfall war kein Radfahrer beteiligt, aber der Text der Unfallmeldung ist interessant: Die Polizei empfiehlt den Verkehrsteilnehmern einen ausreichenden Sicherheitsabstand. Genau so eine Empfehlung für das Tragen von Fahrradhelmen wünschen wir uns bei Berichten über Fahrradunfälle anstelle der aktuellen, aus unserer Sicht unfairen Wortwahl.

Wir haben das zuletzt auch im Expertenkreis Velo2010 - sicheres Radfahren in Köln - genau so vorgeschlagen. Und wurden dafür umgehend vom ADAC-Vertreter in der Runde angepfiffen: Was uns denn einfiele, der Polizei Vorschriften für Pressetexte machen zu wollen. Eine bemerkenswerte Sicht der Dinge. (rb/mfg)
14. Mai 2008
Übersehen - überfahren: Bei einem Unfall um 13.37 Uhr in Köln-Godorf übersah ein Autofahrer (49) eine 62-jährige Radlerin. Der 49-Jährige befuhr mit seinem Toyota den Kiesgrubenweg in Richtung Bonner Landstraße. In der Absicht, an der dortigen Kreuzung nach rechts abzubiegen, achtete er auf den von links kommenden Verkehr.

Beim Abbiegen übersah er die aus der anderen Richtung kommende 62-jährige Radfahrerin, die auf dem für beide Richtungen frei gegebenen Radweg der Bonner Landstraße unterwegs war. Bei dem Unfall zog sich die Kölnerin, die gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde, eine Gehirnerschütterung und Hautabschürfungen zu. Sie wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. (Polizei Köln)
09. Mai 2008
Mit dem Rad bei Rot - schwer verletzt - Heute Morgen (09. Mai) gegen 05:30 Uhr überquerte in der Kölner Innenstadt ein Radfahrer (49) trotz Rotlicht die Fahrbahn und wurde von einem Wagen erfasst. Der Kölner wollte am Konrad-Adenauer-Ufer in Höhe der Trankgassenwerft die Straßenseite wechseln. Dabei achtete der 49-Jährige weder auf die rote Ampel noch auf den Fahrzeugverkehr. Sein Fahrrad wurde vom Transporter eines 26-Jährigen erfasst, der in nördlicher Richtung auf der Rheinuferstraße unterwegs war. Der Autofahrer konnte nicht mehr reagieren. Durch den Zusammenstoß stürzte der Radfahrer und erlitt schwere Verletzungen .. (ag)

Kommentar: Natürlich müssen Radfahrer sich an rote Ampeln halten. Darf aber ein Autofahrer deswegen einen Rotsünder umfahren? Das Um- und Überfahren wird meist wie eine gerechte Strafe Gottes für begangene Sünden geschildert. In den Unfallberichten liest man kein Wort darüber, dass Autofahrer auch bei unvorhergesehenen Hindernissen noch bremsen können sollten. Spätestens, wenn Kinder, die "nicht auf den Verkehr geachtet" haben, überfahren werden, ein sehr kalter Sprachgebrauch. (rb/mfg)
09. Mai 2008
Radfahrerin schwer verletzt - In den heutigen Nachmittagstunden (09. Mai) ist in Köln-Niehl zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem eine 32-jährige Radfahrerin ein Schädel-/Hirntrauma erlitt. Gegen 14.55 Uhr war die junge Frau zusammen mit ihrem Freund auf der Fahrbahn der Neusser Straße unterwegs. An der Ampel Neusser Straße/Friedrich-Karl-Straße hielten sie zunächst mit ihren Fahrrädern bei Rotlicht an.

Den vorhandenen Radweg nutzen beide nicht. Zudem waren sie ohne Helm unterwegs. Als die Ampel schließlich auf Grünlicht schaltete, fuhr die 32-Jährige an, kam plötzlich ins Straucheln und stürzte gegen einen neben ihr anfahrenden Opel. Dem 53-jährigen Fahrer des PKW Combo war es nicht mehr möglich, der Radfahrerin auszuweichen.Mit erheblichen Kopfverletzungen wurde die Frau in eine Kölner Klink gebracht. Ihr Freund erlitt einen Schock und musste ebenfalls ärztlich behandelt werden ..(ka)

Kommentar: Wenige Meter vorher, an der Kreuzung Neußer Straße / Niehler Kirchweg, gibt es eine sogenannte Aufstellfläche, auf der sich Radfahrer an der Ampel vor den Autos aufstellen können. Diese Aufstellflächen sollte es an allen innerstädtischen Kreuzungen geben. Der obige Unfall hätte bei so einer Lösung erheblich weniger schlimme Folgen für die Radfahrerin gehabt. Auch ohne Helm. (rb/mfg)
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